Werkstatt

         

Zurück auf Los

Zu allererst die gute Nachricht: Alle hier ausgestellten Werke können Sie käuflich erwerben. Die meisten Bilder sind im Format DIN A2 (42 x 59,4 cm), manche sind DIN A3 (29,7 x 42 cm). Mit einem (farbigen) Passepartout kommen sie besonders gut zur Geltung, Rahmen eignen sich verschiedene, je nach persönlichem Geschmack. Die großen Bilder (DIN A2) sind mit Passepartout und Rahmen dann insgesamt 50 x 70cm, oft sogar 60 x 80 cm und haben damit schon eine „ordentliche“ Größe!

Ich male und zeichne in einer spontanen Mischtechnik, die sich während des Arbeitens ergibt. Fast immer verwende ich dabei Zeichenmaterial wie Graphitstifte, Wachs-, Pastell- oder Braunkreiden, außerdem flüssige Farbe, meistens Aquarell. Alle z.Zt. ausgestellten Akte sind auf demselben Papier, das eher ein Cremeweiß als ein gebleichtes Weiß ist. Die Farben können je nach Computereinstellungen unterschiedlich ausfallen, im Zweifelsfall kann ich auch ein Farbphoto zuschicken.

Schreiben Sie mir eine e-mail, wenn Sie Fragen zu den Bildern haben. Und ich freue mich über Ihre Impressionen zu meinen Bildern.

Aber warum eigentlich Aktzeichnen?

Aktzeichnen aus Lust an der Begegnung und  am Menschen, Zeichnen aus Lust an der Linie, dem spontanen Schwung, mal zart, mal kräftig, mal wackelig , mal suchend, mal sicher, mal deutlich, mal holprig, mal malend, mal zeichnend. Die Linie ist ehrlich, wenn sie für sich steht, ganz nackt wie mein Modell.

Erst nach und nach komme ich dem auf die Spur, was mich beim Aktzeichnen seit Jahren fasziniert:

Die Herausforderung ist, gegensätzliches ins Bild zu bringen:

-         spontanes Skizzieren und exakte Beobachtung       

-         Reduzieren und Übertreiben

-         Zeigen und Verstecken

-         Andeutung und Offensichtlichkeit

Ich liebe die Spontaneität, mit der Stift, Kreide und Pinsel über das Bild fliegen, schnell und flott, denn das Modell hält die Stellung nur kurz – dabei noch genau zu beobachten und die Proportionen zu treffen, fordert meine ganze Aufmerksamkeit. Das fertige Werk erhält seinen Reiz aber auch, wenn die Mischung aus Andeutung und Offensichtlichkeit stimmt: Mal ganz dezent und nur angehaucht, ein kurzer Strich, der ins Leere verhuscht und trotzdem ahnen wir die weiteren Formen, unsere Phantasie ergänzt von alleine. Und dann wieder kann ich ganz direkt sein, zeige alles, Frau oder Mann ist nackt.

Die Proportionen des Modells genau zu treffen ist das Eine, viel erquickender ist die Möglichkeit zum Übertreiben: Die Hüften ein bisschen ausladender, die Beine ragen ins Unendliche, die Schultern ganz keck gedreht, warum eigentlich nicht rote Locken statt mittelblondem Pagenkopf? Das Schöne ist: Alles erlaubt!!!! Und da fängt der Spaß erst an, da wird man kreativ und die Phantasie darf sich beteiligen. So auch beim Anschauen und ich wünsche Ihnen allen viel Freude am Betrachten meiner „Luisas,  Paulas und ...

Ich arbeite ausschließlich nach dem lebendigen Modell, live und authentisch und brauche diesen „direkten“ Kontakt. Das Modell zu erleben, zu sehen, wie es in Anspannung ist, wie es in einer Pose verharrt, die Muskeln nach einer Weile zittern, oder auch ganz entspannt daliegt, die Augen sich schließen, der Atem ruhiger wird. Manche Modelle finden ihre Position aus einer natürlichen Bewegung heraus, andere setzen sich attraktiv in Szene. Ich selbst fühle mich ein Stück in die Spannung, die Streckung, die Drehung der Modelle ein und bin unter Druck, dazu kommt die zeitliche Begrenzung, nach wenigen Minuten ist die Chance vorbei. Gelungen? Kaum Zeit für ein Urteil, next chance, Resultate finden Sie in allen Galerien....